Kinderheime in der Schweiz Historische Aufarbeitung

unter Einbezug von Berichten ehemaliger Heimkinder, Zeitzeugen, Akten, Bildquellen und Literatur. Ein Projekt der Guido-Fluri-Stiftung. Projektleitung: Dr. Thomas Huonker

Dokumente zur Thematik Fremdplatzierung seit 1788 bis heute im Volltext

Hier finden Sie zeitlich geordnete Dokumente, die ältesten zuunterst, zur Geschichte der Fremdplatzierung, also zur Geschichte der Kinderheime, der Heimerziehung, der Erziehungsanstalten, der Waisen, Verdingkinder, Pflegekinder und Adoptivkinder, anderer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen wie Zwangssterilisationen oder administrative Versorgungen, der Armutspolitik, der Armenerziehung, der Sozialpädagogik und der Sozialpolitik in der Schweiz und in angrenzenden Ländern. Die im Volltext abrufbaren Dokumente sind meist deutschsprachig, mit einigen Ausnahmen. Diese Dokumente sind repräsentativ und authentisch, aber nicht vollständig. Sie geben die Standpunkte und Sichtweisen ihrer Verfasserinnen und Verfasser wieder.


4. April 2017

Zum in der Medienmitteilung des Bundesrats vom 22. Februar 2017 angekündigten Nationalen Forschungsprogramm (NFP) Nr. 76: "Fürsorge und Zwang - Geschichte, Gegenwart, Zukunft" in der Höhe von 18 Millionen CHF liegt jetzt die Projektausschreibung des Schweizerischen Nationalfonds vor. Das freut die Forschenden, die nun Gesuche einreichen können, wichtig wird aber auch der Einbezug der Betroffenen und Opfer in diese Forschungsarbeiten sein.

9. März 2017

Bericht von Urs Germann, Universität Bern, zu Medikamentenversuchen mit nicht zugelassenen Substanzen an Patienten der Psychatrischen Universitätsklinik Friedmatt Basel von 1953 bis 1980. Kinder seien, im Unterschied zu ähnlichen Versuchen der psychiatrischen Klinik Münsterlingen TG, nicht als unfreiwillige Versuchspersonen verwendet worden.

15. Februar 2017

Medienmitteilung des Bundesrats vom 15. Februar 2017:

Die Referendumsfrist gegen das Gesetz zur Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen vor 1981 ist abgelaufen, es tritt somit in Kraft. Es wurden bisher 1150 Gesuche von Opfern solcher Zwangsmassnahmen (wie Fremdplatzierungen, Anstaltsinternierungen, Sterilisierungen etc.) eingereicht. Die meisten Opfer sind inzwischen verstorben. Die Anmeldefrist läuft bis 31. März 2018.

Infos zur Anmeldung hier: www.fszm.ch

Melden sich mehr als 12'000 Opfer an, wird der Beitrag pro Person unter 25'000 Franken sinken.

Reichen weniger als 12'000 überlebende Opfer ihre Gesuche ein, ist es wegen der vom Parlament ins Gesetz eingebrachten Obergrenze von 25'000.- Franken pro Opfer fraglich, ob nicht sogar das reduzierte Kostendach von 300 Millionen Fr. (gegenüber 500 Millionen Fr. laut Initiative) unterschritten wird.
Es wird dann an den politischen Instanzen liegen, über die Bücher zu gehe und diese Obergrenze zu revidieren. Sonst wird selbst die reduzierte Summe von 300 Millionen (gegenüber den 500 Millionen laut Initiative) zu einer blossen Fiktion, zu einer die praktizierte Knausrigkeit gegenüber den Opfern kaschierenden fehlerhaften Angabe.

5. Oktober 2016

Der Zürcher Regierungsrat finanziert ein weiteres kantonales Projekt zur Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen vor 1981 mit einer halben Million aus dem Lotteriefonds und 50'000 Franken ordentlichen Staatsmitteln; darin wird es auch um die Geschichte der Kinderheime und Erziehungsanstalten, der Psychiatrie und der zwangsweisen Medikamentenversuche an nicht informierten Opfern gehen. Projektleiter ist der Zürcher Staatsarchivar Dr. Beat Gnädinger, der gleichzeitig auch Mitglied der Unabhängigen Expertenkommission zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der administrativen Versorgungen vor 1981 ist, sich aber am 13. Januar 2013 (siehe dort) als Präsident der Archivdirektorenkonferenz noch gegen solche staatlich finanzierte Projekte mit privilegiertem Aktenzugang ausgesprochen hatte.

Regierungsratsbeschluss ZH vom 5. Oktober 2016 (PDF)

15. September 2016

Debatte im schweizerischen Ständerat vom 15. September 2016 im Wortlaut und mit dem Abstimmungsresultat (36 Stimmen für, eine gegen den bundesrätlichen Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative mit Zahlungen von -allerdings nicht in jedem Fall - insgesamt 300 Millionen an die noch lebenden Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen vor 1981)

26./27. April 2016

Debatte im schweizerischen Nationalrat vom 26. und 27. April 2016 im Wortlaut und mit dem Abstimmungsresultat (142 Stimmen für, 26 Stimmen gegen den bundesrätlichen Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative mit Zahlungen von insgesamt 300 Millionen an die noch lebenden Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen vor 1981)

24. März 2016 bis 10. August 2016

Es gelingt dem Betroffenen Roger Bresch, mit Hilfe des  Rechtsanwalts David Husmann via Bundesgericht eine Neubeurteilung seines IV-Gesuchs zu erzwingen, das ohne Berücksichtigung seiner Schädigungen als Heimkind abgelehnt worden war.

Aufgehobener Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. März 2016

Erfolgreiche Beschwerde vom 19. Mai 2016 von R. Bresch, vertreten durch RA David Husmann, gegen den obigen Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Zürich

Bundesgerichtsentscheid vom 10. August 2016 in Sachen R. Bresch gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

8. März 2016

Protokoll der Sitzung vom 8. März 2016 der Parlamentarischen Gruppe Fürsorgerische Zwangsmassnahmen unter dem Präsidium von Silva Semadeni unter Ausschluss der VerteterINNen der Opfer-Organisationen (mit Ausnahme von Guido Fluri), aber unter Einbezug von Luzius Mader, Bundesdelegierter für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, zum weiteren Vorgehen betreffend einen späten symbolischen Solidaritätsbeitrag an die dannzumal noch lebenden Opfer fürsorgerischer Zwangsmasnahmen

2016

Die KESD Baden (Aargau) publiziert eine Jubiläumsschrift zum 100jährigen bestehen der dortigen Amtsvormundschaft und ihrer Nachfolgeorganisation KESD, verfasst von Ernst Guggisberg

Jubiläumsschrift im Volltext

29. Januar 2016

Pressekonferenz mit Expertisen zu Kindstötung und Selbstmord der Mutter nach Kindswegnahme durch die KESB Winterthur-Andelfingen
Medienmitteilung der Zürcher Direktion der Justiz und des Innern: Erkenntnisse und Lehren aus dem Fall Flaach (PDF)
Chronologie von amtlichen Entscheiden, Kindswegnahme, Kindstötung, Selbstmord und Expertisen im Fall Flaach, erstellt durch die Justizdirektion Zürich (PDF)
Auszug aus dem Gutachten von lic. iur. Kurt Affolter und Dr. phil. Martin Inversini vom 29. Juli 2015 betreffend Beurteilung der Handlungsweise der KESB Winterthur-Andelfingen im Zusammenhang mit den Kindstötungen in Flaach (PDF)
Gutachten von Dr. Frank Urbaniok, in welchem die Kindsmutter posthum als in schwer erkennbarer Weise psychisch krank sowie als geltungssüchtig und dissozial diagnostiziert wird (29. Januar 2016, PDF)
Bericht der Aufsichtsbehörde zur Würdigung der Handlungsweise der KESB Winterthur-Andelfingen im Umfeld der Kindstötungen in Flaach und dem Selbstmord der Mutter in U-Haft, vom 26. Januar 2016 (PDF)
Medienpräsentation der Justizdirektion Zürich vom 29. Januar 2016 zu den Kindstötungen in Flaach und dem Suizid der Mutter in U-Haft nach der Kindswegnahme durch die KESB Winterthur-Andelfingen (PDF)

26. Januar 2016

Studie dokumentiert sexuellen Kindsmissbrauch und Peitschenschläge im katholischen Erziehungsheim Marini, Montet, Fribourg
Rapport officiel du 26 janvier en français (PDF)
Offizielle Zusammenfassung der Studie auf deutsch, 26. Januar 2016 (PDF)

22. Dezember 2015
Studie zu den Menschenversuchen der psychiatrischen Klinik Münsterlingen TG mit unbewilligten Substanzen aus den Labors der Basler Pharmaindustrie, u.a. an Kindern im Kinderheim St. Iddazell, Fischingen TG, startet 2016 unter Leitung von PD Marietta Meier
Medienmitteilung Kanton Thurgau vom 22.12.2015

4. Dezember 2015
Leicht abgeänderte Gesetzesvorlage vom 4. Dezember 2015 (PDF)
Ein neuer Passus des "Gesetzes über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981
(AFZFG)" will bewirken, dass Ansprüche auf Genugtuung und Schadenersatz von Opfern auf dem regulären juristischen, gerichtlichen Weg nicht mehr erlangt werden können.
Hingegen soll eine neu zu schaffende Behörde zur Prüfung der Gesuche um die einzelnen "Solidaritätsbeiträge" als "Zeichen für die Anerkennung des Unrechts und Beitrag zur Wiedergutmachung" insgesamt 6 Millionen Franken kosten.
Botschaft des EJPD vom 4. Dezember 2015 (PDF) zu dieser abgeänderten Vorlage, die gleichzeitig der bundesrätliche Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinititative ist (und die Gesamtsumme der Zahlungen, die als "Geste der Wiedergutmachung" definiert werden, um zwei Fünftel reduzieren will).
Bundesrats-Antrag vom 4. Dezember 2015 zu Solidaritätszahlungen von 300 Millionen (statt, wie von der Initiative gefordert, 500 Millionen) für die auf zwischen 10'000 und 25'000 geschätzten Zwangsmassnahmen-Opfer, die zur Zeit noch leben. Damit würde die ursprünglich angestrebte "substantielle Zahlung" an die einzelnen Opfer, je nach der Gesamtzahl der dann noch Lebenden, eventuell sogar auf blosse Fr. 15'000.- sinken. Die Opfer-Organisationen hatten 2013 Fr. 120'000.- pro Person beantragt und sprachen sich in der Vernehmlassung vom September 2015 für einen Kompromiss von 60'000.- Fr. pro Person aus.

Medienmitteilung von Guido Fluri zum bundesrätlichen Gegenvorschlagsentwurf zur Wiedergutmachungsinitiative (PDF, D)

Medienmitteilung von Guido Fluri zum bundesrätlichen Gegenvorschlagsentwurf zur Wiedergutmachungsinitiative (PDF, F)

November 2015

Der Kanton St. Gallen präsentierte im November 2015 einen von Sybille Knecht erarbeiteten Bericht zur Geschichte der Zwangsarbeitsanstalt Bitzi bei Mosnang von 1872-1970.

Der Bericht als PDF

August 2015

In der Nr.2/Jg.12 von "iglu", Zeitung der Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime, August 2015, findet sich ein Rückblick zur Geschichte der Erziehungsheime Pestalozzihaus Aathal und Redlikon/Stäfa, mit Erwähnung des Heimlehrers Adolf Mörgeli und weiterer Akteure.

14. Januar 2015

Bundesrat beschliesst indirekten Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative, mit einer im Vergleich zur Initiative niedrigeren Abgeltungssumme von 250-300 Millionen Franken

Medienmitteilung des Bundesrats, Bern, 14. Januar 2015 (PDF)

13. Januar 2015

Wiedergutmachungsinitiative, die 500 Mllionen Fr. Entschädigung fordert, mit 108'709 gültigen Unterschriften zustande gekommen

Mitteilung der Bundeskanzlei, Bern, 13. Januar 2014 (PDF)

5. November 2014

Bundesrat ernennt die Unabhängige Expertenkommission zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der administrativen Zwangsmassnahmen vor 1981; Präsident ist Alt-Regierungsrat Markus Notter

Medienmitteilung des Bundesrats vom 5. November 2014 (D)

Medienmitteilung des Bundesrats vom 5. November 2014 (F)

Medienmitteilung des Bundesrats vom 5. November 2014 (I)

November 2014

Die UNO (UNODC, United Nations Office on Drugs and Crime) publiziert einen weiteren Bericht zum Menschenhandel. Diese Verbrechen treffen zunehmend auch Kinder. Full text of the report (PDF, E)

Oktober 2014

Magazin/Prospekt 2014 der Jugendhilfe-Netzwerk Integration AG Emmental Entlebuch, Eggiwil (Gemeinnützige Aktiengesellschaft, Alleinaktionärin ist die Stiftung Innovation Emmental Napf, Verwaltungratspräsident ist Urs Kaltenrieder, der in dieser Publikation von seiner Zeit als Pflegekind berichtet)

17. und 22. September 2014

Frage von Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer und Antwort von Bundesrätin Simonetta Sommaruga zur Neuregelung der Liquidierung nachrichtenloser Konten sowie zum Verbleib vermisster Mündelgelder ehemaliger Verding- und Heimkinder

21. September 2014

Predigt zum eidgenössischen Buss- und Bettag von Renata Huonker-Jenny, Pfarrerin, reformierte Kirche Zürich-Oerlikon

14. Juli 2014

Aufsichtskonzept des Kantons Aargau im Bereich Familienpflege (Pflegekinderverhältnisse und andere Fremdplatzierungen im Familienbereich, d.h. nicht in Institutionen resp. Heimen, die der Heimbewilligungspflicht unterliegen) vom 14. Juli 2014

1. Juli 2014

Siebte Sitzung des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen: Der Runde Tisch präsentiert seinen Bericht mit seinen Empfehlungen.

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Schweiz vor 1981. Bericht und Massnahmenvorschläge des Runden Tisches für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981

Rede von Bundesrätin Simonetta Sommaruga an der Sitzung des Runden Tischs vom 1. Juli 2014 im Haus der Kantone, Bern

Medienmitteilung des Bundesamts für Justiz zum Bericht des Runden Tischs vom 1. Juli 2014

Protokoll 7. Sitzung Runder Tisch vom 1. Juli 2014

24. Juni 2014

Sechste Sitzung des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Protokoll 6. Sitzung Runder Tisch vom 24. Juni 2014

6. Juni 2014

Fünfte Sitzung des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Protokoll 5. Sitzung Runder Tisch vom 6. Juni 2014

Juni 2014

Zwangsarbeitsanstalt Bitzi SG wird vom Staatsarchiv SG mit Lotteriefondsgeld erforscht

22. Mai 2014

Das im Auftrag des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen erstellte rechtsvergleichende Gutachten über die Leistungen und Zahlungen für Opfer ähnlichen Unrechts in anderen Ländern von Prof. Lukas Heckendorn Urscheler wird veröffentlicht.

Gutachten (PDF)

2014

Das Marie-Meierhofer-Institut gibt zwei Broschüren zu den UNO-Texten über die Kinderrechte heraus:

Broschüre mit den UNO-Texten von 2005 auf deutsch

Broschüre über den Stand der Umsetzung der Kinderrechte

5. Mai 2014

Im Bibliothekssaal des aufwendig renovierten Klosters Fischingen TG präsentierte Dr. Thomas Meier, flankiert von Roman Müggler und Werner Ibig vom Verein Kloster Fischingen, Regierungsrat Claudius Graf-Schelling, Luzius Mader, Präsident des Runden Tischs, Prior Gregor Brazerol (Fischingen) und Abt Christian Meyer (Engelberg) den von ihm sowie Martina Akermann, Sabine Jenzer und Janine Vollenweider erstellten Bericht "Kinderheim und Sekundarschule St.Iddazell. Historische Untersuchung". Betroffene waren nicht eingeladen worden, kamen aber doch. So fanden die Entschuldigungen seitens der Verantwortlichen auch Adressaten. Die Verantwortlichen zahlen 250'000.- Franken in den Fonds Soforthilfe des Runden Tischs ein, verzichten aber nicht auf die Einrede der Verjährung in laufenden Prozessen gegen einen noch im Kloster lebenden angeschuldigten Pater. Der Bericht bestätigt die lange bestrittenen Vorwürfe betreffend exzessive Gewalt und sexuelle Missbräuche im Klosterheim.

Der Bericht als PDF

31. März 2014

Lancierung der Wiedergutmachungsinititative der Guido Fluri Stiftung, zusammen mit dem Beobachter und einem parteipolitisch und sozial breit abgestützten Inititativkomitee, durch eine Manifestation von gegen 100 ehemaligen Betroffenen auf dem Bundesplatz und eine Pressekonferenz im Medienzentrum des Bundeshauses.

Hier finden Sie die Medienmitteilung zur Lancierung der Volksinitiative am 31 März 2014 und die Reden von Guido Fluri, Prof. Ueli Mäder, Ständerat (FDP) Joachim Eder, Nationalrätin (SP) Jaqueline Fehr, Nationalrätin (BDP) Ursula Haller und Ständerat (Grüne) Luc Recordon (auf deutsch) als PDF im Volltext

21. März 2014

Der Nationalrat nahm die parlamentarische Initiative von Paul Rechsteiner, SP, zur Rehabilitierung ehemals administrativ Versorgter mit grosser Mehrheit an; die SVP, insbesondere auch Blocher, Brunner, Mörgeli, Amstutz, Rutz, Rickli, Reimann, stimmte (bei einigen Enthaltungen) fast geschlossen dagegen, einzig die beiden Thurgauer SVP-Nationalräte Hausammann und Walter stimmten dafür.

Hier die namentliche amtliche Abstimmungsliste

Gleichentags fand die 4. Sitzung des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen im Haus der Kantone, Bern, statt.

Hier das Protokoll der 4. Sitzung des Runden Tischs

11.März 2014

Der Kanton Glarus hat sich am 11. März 2014 offiziell bei den Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen entschuldigt und einen Bericht zu den Missständen im Kinderheim Santa Maria Diesbach GL veröffentlicht.

Die Entschuldigung hier. Der Bericht hier.

10. März 2014

Am 10. März 2014 hat auch der Ständerat dem Gesetz zur Rehabilitation der ehemals Administrativ Versorgten zugestimmt, und zwar einstimmig. Es geht auf die parlamentarische Initiative von Paul Rechsteiner (SP) zurück. Hier das Protokoll der Ständeratssitzung vom 10. März 2014 im Volltext

29. Januar 2014

Nachdem von den ersten zwei Sitzungen des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen vor 1981 nur die Kurzprotokolle öffentlich gemacht wurden, beschloss der Runde Tisch an seiner 3. Sitzung, das längere Protokoll, wie dies von der Opferseite immer schon gewünscht wurde, nun ebenfalls öffentlich zu machen.

Protokoll 3. Sitzung Runder Tisch, Bern, 29. Januar 2014 (D)

procès-verbal 3. séance table ronde, Berne, 29 janvier 2014 (F)

17. Dezember 2013

Bericht im Auftrag des Regierungsrats des Kantons Schwyz von Christian Winkler über Verdingkinder, Heimkinder, Jenische, Armenhäuser und die Zwangsarbeitsanstalt Kaltbach  (Aktenlage und Forschungsstand)

4. Dezember 2013

Am 4. Dezember 2013 hat der schweizerische Nationalrat dem Gesetzesvorschlag zur Anerkennung des Unrechts an den Administrativ Versorgten mit grosser Mehrheit zugestimmt. Hier das Protokoll des Traktandums im Volltext.

15. November 2013

Ehrendoktorat der Universität Fribourg an die ehemals administrativ in der Strafanstalt Hindelbank BE internierte Menschenrechtsaktivistin Ursula Biondi.

13. November 2013

Bundesratsbeschluss betreffend Rehabilitation ehemals administrativ Versorgter und sowie Aufarbeitung unter Einbezug aller Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen vor 1981

25. Oktober 2013

Zweite Sitzung des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Amtliche Medienmitteilung: Runder Tisch arbeitet Regelung für Soforthilfe und weitere finanzielle Leistungen an die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen aus; anstelle von Alt-Ständerat Hansruedi Stadler wird der Runde Tisch neu vom Vizedirektor des Bundesamts für Justiz, Luzius Mader, präsidiert.

Kurzprotokoll der 2. Sitzung des Runden Tischs

10. Oktober 2013

Tagung zur Frage der Ratifikation des 3. Fakultativprotokolls zur UNO-Kinderrechtskonvention durch die Schweiz in Bern

Tagungsbericht als PDF

6. Oktober 2013

Rechtskommission des Nationalrats: Antrag und Gesetzesentwurf zur Anerkennung des Unrechts gegenüber ehemals administrativ Versorgten, zu deren Rehabilitation sowie zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des Leids aller von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffenen Opfergruppen.

6. September 2013

Verleihung des Prix Courage des Schweizerischen Beobachters an vier Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen: Ursula Biondi, Jean-Louis Claude, Walter Emmisberger und Bernadette Gächter.

Laudatio von Ständerätin Pascale Bruderer Wyss zur Preisverleihung

23. August 2013

Antwort des Regierungsrats Graubünden auf die Anfrage M. Trepp betreffend historische Aufarbeitung und Runder Tisch

Juli / August 2013

Nationale Kommission zur Verhütung von Folter inspiziert Kalchrain

Bericht der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter zu ihrem Besuch in der Massnahmenvollzugsanstalt Kalchrain TG, 15. Juli 2013

Stellungnahme von Regierungsrat Claudius Graf-Schelling, TG, zum Bericht der Folterverhütungskommission, 23. August 2013

26. Juni 2013

Der Europarat fasst eine Entschliessung für das Verbot der Zwangssterilisation und Zwangskastration und deren rückwirkende Entschädigung, unter führender Mitwirkung der Schweizer Parlamentarierin Liliane Maury Pasquier.

Hier die vom Europarat verabschiedete Empfehlung (D)

Hier der dem Beschluss vom 26.6.2013 vorangehende Bericht vom 18.5.2013 von Liliane Maury Pasquier (D)

13. Juni 2013

Zur konstituierenden Sitzung des Runden Tischs in Bern für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen im Kursaal Bern unter der Leitung von Alt-Ständerat Hansruedi Stadler legen die Opferorganisationen erste Anträge vor.

Anträge der Opferorganisationen vom 10. Juni 2013

Mitglieder und Teilnehmende des Runden Tischs (Stand Oktober 2014)

Arbeitsweise des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Konzept des Runden Tischs

Protokoll der 1. Sitzung des Runden Tischs

11. April 2013

Im Berner Kulturcasino haben sich an einem feierlichen Gedenkanlass am 11. April 2012 Bundesrätin Simonetta Sommaruga sowie die Vertreter ehemaliger Täterorganisationen bei den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen  in der Schweiz in den Jahren vor 1981 offiziell entschuldigt. Anlässlich des Gedenkanlasses wurde die baldige Einrichtung eines Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen angekündigt.

Rede von Frau Bundesrätin Sommaruga als Vertreterin der Landesregierung

Rede von Bischof Markus Büchel als Vertreter der Landeskirchen

Rede von Regierungsrat Michel Thentz als Vertreter der Kantone, Städte und Gemeinden

Rede von Nationalrat Markus Ritter als Vertreter des Schweizerischen Bauernverbands

Rede von Olivier Baud als Vertreter der Heimverbände

Am Anlass kamen auch Vertreterinnen und Vertreter der Opferseite zu Wort.

Rede von Ursula Müller-Biondi als Vertreterin der ehemals administrativ Versorgten

Rede von Rosemary Jost als Vertreterin der ehemaligen Verdingkinder

Rede von Jean Louis Claude als Vertreter der ehemaligen Heimkinder

Rede von Bernadette Gächter als Vertreterin der Zwangssterilisierten

Rede von Kurt Gradolf als Vertreter der Angehörigen von Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Schlusswort von Sergio Devecchi, als Heimkind aufgewachsen und als Heimleiter tätig

2. April 2013

Das Bundesamt für Justiz präsentiert einen Bericht zum Forschungsstand betreffend Verding- und Heimkinder, der unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Lengwiler, Universität Basel, erstellt wurde.

26. Februar 2013

Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODk) empfiehlt die Einrichtung von Anlaufstellen für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen (Fremdplatzierung von Kindern in Heimen und als Verdingkinder, administrative Versorgung in Zwangsarbeits- und Strafanstalten, Zwangssterilisationen, Zwangskastrationen), die vor 1981 stattfanden, bei den kantonalen Opferhilfestellen und ruft die Archivare auf, diesbezügliche Akten nicht zu vernichten, sondern den Betroffenen bei Einsichtsgesuchen behilflich zu sein.

Empfehlungen der SODK vom 26. Februar 2013

Dokument der SODK zur Geschichte und Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen vor 1981

23. Januar 2013

Die Ingenbohler Schwestern betrieben viele Kinderheime in der Schweiz. Nach Berichten über schwere Misshandlungen hat an einer Medienkonferenz vom 23. Januar 2013 in Ingenbohl ein Expertenteam einen 200seitigen Expertenbericht zur Aufarbeitung dieser Geschichte vorgelegt.

Der Expertenbericht zu den Ingenbohler Schwestern in Kinderheimen im Wortlaut

Medienmitteilung

Die Stellungnahme mit Entschuldigung der Ingenbohler Schwestern vom 23. 1 2013 als PDF

Kritik des Berichts im Beobachter: Betroffene abgewertet, Zustände beschönigt

Artikel von Otto Hostettler im Beobachter, Zürich, vom 7. Februar 2013 als PDF

13. Januar 2013

Die vom Zürcher Staatsarchiver Dr. Beat Gnädinger präsidierte Archivdirektorenkonferenz nimmt Stellung gegen das Gesetz zur Rehabilitation der administrativ Versorgten und zur Aufarbeitung des an den administrativ Versorgten vor 1981 verübten Unrechts, befürwortet aber eine Teilanerkennung dieses Unrechts durch einen Bundeserlass und die wissenschaftliche Aufarbeitung in Form freier Forschung, z.B. durch Projekte des Nationalfonds.

Stellungnahme der Archivdirektorenkonferenz vom 13. Januar 2013 als PDF

2013

Die Jubiläumsschrift "150 Jahre Schulheim Elgg - 1863 bis 1013: Von der Rettungsanstalt Sonnenbühl zum Schulheim Elgg" fasst die Geschichte einiger Zürcher Heime zusammen und porträtiert auch Ehemalige. Volltext als PDF

19. Dezember 2012

Bundesrätin Simonetta Sommaruga ernennt Alt Ständerat Hansruedi Stadler zum Delegierten für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Pressemitteilung des Bundesamts für Justiz vom 19. Dezember 2012

18. Dezember 2012

Pressetext: Aufruf zur Demonstration ehemaliger Heimkinder am 18. Dezember 2012 in Wien

Zeitungsartikel im Wiener Kurier online, 18. Dezember 2012, zur Heimkinderdemonstration

14. Dezember 2012

Abstimmung im Nationalrat über das Postulat von Jacqueline Fehr (SP) betreffend Anlaufstellen für Betroffene von Zwangsmassnahmen im Fürsorgebereich; es wurde mit 114 gegen 78 Stimmen angenommen. Die Gegenstimmen kamen von der SVP (nahezu geschlossen) und vom rechten Flügel der bürgerlichen Parteien  FDP und CVP.

Postulat und Abstimmungsergebnis gemäss Namensaufruf im Wortlaut.

17. Dezember 2013

Kanton Schwyz, Regierungsratsbeschluss Nr, 1235/2013, 17. Dezember 2013, Interpellationsantwort zur Situation der Pflegekinder und Fahrenden im Kanton Schwyz

Bericht im Auftrag des Regierungsrats des Kantons Schwyz von Christian Winkler über Verdingkinder, Heimkinder, Jenische, Armenhäuser und die Zwangsarbeitsanstalt Kaltbach  (Aktenlage und Forschungsstand)

4. Dezember 2013

Am 4. Dezember 2013 hat der schweizerische Nationalrat dem Gesetzesvorschlag zur Anerkennung des Unrechts an den Administrativ Versorgten mit grosser Mehrheit zugestimmt. Hier das Protokoll des Traktandums im Volltext.

15. November 2013

Ehrendoktorat der Universität Fribourg an die ehemals administrativ in der Strafanstalt Hindelbank BE internierte Menschenrechtsaktivistin Ursula Biondi.

13. November 2013

Bundesratsbeschluss betreffend Rehabilitation ehemals administrativ Versorgter und sowie Aufarbeitung unter Einbezug aller Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen vor 1981

25. Oktober 2013

Zweite Sitzung des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Amtliche Medienmitteilung: Runder Tisch arbeitet Regelung für Soforthilfe und weitere finanzielle Leistungen an die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen aus; anstelle von Alt-Ständerat Hansruedi Stadler wird der Runde Tisch neu vom Vizedirektor des Bundesamts für Justiz, Luzius Mader, präsidiert.

Kurzprotokoll der 2. Sitzung des Runden Tischs

10. Oktober 2013

Tagung zur Frage der Ratifikation des 3. Fakultativprotokolls zur UNO-Kinderrechtskonvention durch die Schweiz in Bern

Tagungsbericht als PDF

6. September 2013

Rechtskommission des Nationalrats: Antrag und Gesetzesentwurf zur Anerkennung des Unrechts gegenüber ehemals administrativ Versorgten, zu deren Rehabilitation sowie zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des Leids aller von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffenen Opfergruppen.

6. September 2013

Verleihung des Prix Courage des Schweizerischen Beobachters an vier Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen: Ursula Biondi, Jean-Louis Claude, Walter Emmisberger und Bernadette Gächter.

Laudatio von Ständerätin Pascale Bruderer Wyss zur Preisverleihung

23. August 2013

Antwort des Regierungsrats Graubünden auf die Anfrage M. Trepp betreffend historische Aufarbeitung und Runder Tisch

Juli / August 2013

Nationale Kommission zur Verhütung von Folter inspiziert Kalchrain

Bericht der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter zu ihrem Besuch in der Massnahmenvollzugsanstalt Kalchrain TG, 15. Juli 2013

Stellungnahme von Regierungsrat Claudius Graf-Schelling, TG, zum Bericht der Folterverhütungskommission, 23. August 2013

26. Juni 2013

Der Europarat fasst eine Entschliessung für das Verbot der Zwangssterilisation und Zwangskastration und deren rückwirkende Entschädigung, unter führender Mitwirkung der Schweizer Parlamentarierin Liliane Maury Pasquier.

Hier die vom Europarat verabschiedete Empfehlung (D)

Hier der dem Beschluss vom 26.6.2013 vorangehende Bericht vom 18.5.2013 von Liliane Maury Pasquier (D)

13. Juni 2013

Zur konstituierenden Sitzung des Runden Tischs in Bern für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen im Kursaal Bern unter der Leitung von Alt-Ständerat Hansruedi Stadler legen die Opferorganisationen erste Anträge vor.

Anträge der Opferorganisationen vom 10. Juni 2013

Mitglieder und Teilnehmende des Runden Tischs (Stand Oktober 2014)

Arbeitsweise des Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Konzept des Runden Tischs

Protokoll der 1. Sitzung des Runden Tischs

11. April  2013

Im Berner Kulturcasino haben sich an einem feierlichen Gedenkanlass am 11. April 2012 Bundesrätin Simonetta Sommaruga sowie die Vertreter ehemaliger Täterorganisationen bei den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen  in der Schweiz in den Jahren vor 1981 offiziell entschuldigt. Anlässlich des Gedenkanlasses wurde die baldige Einrichtung eines Runden Tischs für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen angekündigt.

Rede von Frau Bundesrätin Sommaruga als Vertreterin der Landesregierung

Rede von Bischof Markus Büchel als Vertreter der Landeskirchen

Rede von Regierungsrat Michel Thentz als Vertreter der Kantone, Städte und Gemeinden

Rede von Nationalrat Markus Ritter als Vertreter des Schweizerischen Bauernverbands

Rede von Olivier Baud als Vertreter der Heimverbände

Am Anlass kamen auch Vertreterinnen und Vertreter der Opferseite zu Wort.

Rede von Ursula Müller-Biondi als Vertreterin der ehemals administrativ Versorgten

Rede von Rosemary Jost als Vertreterin der ehemaligen Verdingkinder

Rede von Jean Louis Claude als Vertreter der ehemaligen Heimkinder

Rede von Bernadette Gächter als Vertreterin der Zwangssterilisierten

Rede von Kurt Gradolf als Vertreter der Angehörigen von Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Schlusswort von Sergio Devecchi, als Heimkind aufgewachsen und als Heimleiter tätig

2. April 2013

Das Bundesamt für Justiz präsentiert einen Bericht zum Forschungsstand betreffend Verding- und Heimkinder, der unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Lengwiler, Universität Basel, erstellt wurde.

26. Februar 2013

Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODk) empfiehlt die Einrichtung von Anlaufstellen für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen (Fremdplatzierung von Kindern in Heimen und als Verdingkinder, administrative Versorgung in Zwangsarbeits- und Strafanstalten, Zwangssterilisationen, Zwangskastrationen), die vor 1981 stattfanden, bei den kantonalen Opferhilfestellen und ruft die Archivare auf, diesbezügliche Akten nicht zu vernichten, sondern den Betroffenen bei Einsichtsgesuchen behilflich zu sein.

Empfehlungen der SODK vom 26. Februar 2013

Dokument der SODK zur Geschichte und Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen vor 1981

20. Februar 2013

Zustimmende Vernehmlassungs-Stellungnahme des Vereins Fremdplatziert (erstellt in Zusammenarbeit mit den anderen Opfer-Organisationen) zum Entwurf zum schweizerischen Bundesgesetz über die Rehabilitierung administrativ versorgter Menschen vom 21. März 2014

23. Januar 2013

Die Ingenbohler Schwestern betrieben viele Kinderheime in der Schweiz. Nach Berichten über schwere Misshandlungen hat an einer Medienkonferenz vom 23. Januar 2013 in Ingenbohl ein Expertenteam einen 200seitigen Expertenbericht zur Aufarbeitung dieser Geschichte vorgelegt.

Der Expertenbericht zu den Ingenbohler Schwestern in Kinderheimen im Wortlaut

Medienmitteilung

Die Stellungnahme mit Entschuldigung der Ingenbohler Schwestern vom 23. 1 2013 als PDF

Kritik des Berichts im Beobachter: Betroffene abgewertet, Zustände beschönigt

Artikel von Otto Hostettler im Beobachter, Zürich, vom 7. Februar 2013 als PDF

13. Januar 2013

Stellungnahme der Archivdirektorenkonferenz, unterschrieben von deren Präsident, dem Zürcher Staatsarchivar Dr. Beat Gnädinger, vom 13. Januar 2013, spricht sich gegen ein Gesetz zur Aufarbeitung des Unrechts gegenüber den vor 1981 Zwangsversorgten aus und empfiehlt demgegenüber einen Bundesratserlass und freie Forschung z.B. in Form von Nationalfondsprojekten.

2013

Die Jubiläumsschrift "150 Jahre Schulheim Elgg - 1863 bis 1013: Von der Rettungsanstalt Sonnenbühl zum Schulheim Elgg" fasst die Geschichte einiger Zürcher Heime zusammen und porträtiert auch Ehemalige. Volltext als PDF

26. September 2012

An einer Medienorientierung präsentieren Kanton und katholische Landeskirche Luzern zwei Berichte zur historischen Aufarbeitung der Zustände in kirchlichen, staatlichen und privaten Kinderheimen im Kanton Luzern von 1930 bis 1970. Die Berichte belegen schwere Misshandlungen und häufigen sexuellen Missbrauch von Kindern in den Luzerner Kinderheimen dieser Zeit. Die Repräsentanten von Staat und Kirche bitten um Entschuldigung, verweigern aber eine Entschädigung der Opfer.

Schlussbericht des Expertenteams um Prof. Dr. Markus Furrer, Universität Luzern, zu den Verhältnissen in den Luzerner Knderheimen 1930-1970

Bericht der Neuen Luzerner Zeitung vom 27.September 2012

Weitere Zeitungsartikel zur Medienorientierung

Historisches zu einem Luzerner Kinderheim, nämlich zum Kinderheim in Schüpfheim im Entlebuch, zum dortigen Kapuzinerkloster sowie zur ebenfalls dort betriebenen "Besserungsanstalt" (später "Bürgerheim")

August 2012
Der Bericht des (inzwischen aufgelösten, aber kurzzeitig gut dotierten) Schweizerischen Fonds für Kinderschutzprojekte: Kindesschutzsysteme: Ein internationaler Vergleich der “Good Practice” ausfünf Ländern (Australien, Deutschland, Finnland, Schweden und Vereinigtes Königreich) mit Schlussfolgerungen für die Schweiz, von Jachen C. Nett und Trevor Spratt, wird publiziert
27. Juli 2012

Resolution von Forschenden zur Thematik Runder Tisch, Entschuldigung für und Entschädigung des Unrechts, das an ehemaligen Verdingkindern, Heimkindern, Zwangssterilisierten und andern Opfern von Zwangsmassnahmen im Sozialbereich begangen wurde.

Text der Resolution vom 27. Juli 2012

Text der Resolution vom 27 Juli 2012, französisch

Liste der unterzeichnenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen

2012
Wissenschaftliche Dokumentation der Berner Fallgeschichte eines ehemaligen Heimkinds, das 1952 mit 28 Jahren starb, nachdem es einer Zwangsabtreibung und einer Zwangssterilisation unterzogen worden war
20. Juli 2012
Bericht zur Geschichte des Mädchenheims Fuldatal im Gemäuer des ehemaligen Klosters Breitenau, das auch als Zwangsarbeitsanstalt, Konzentrationslager, vorübergehender Aufenthaltsort von Nazi-Verbrechern und schliesslich von 1952 bis 1973 als Oertlichkeit des Mädchenheims diente. Diese Institution wurde 1973 aufgrund von Aktionen der Heimkampagne geschlossen. Bericht als PDF
15. Juni 2012
Nationalrätin Jacqueline Fehr reicht ein Postulat zur Schaffung für Anlaufstellen für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen ein. Postulat und Antwort des Bundesrats als PDF
Mai 2012
Broschüre mit den Referaten der Tagung von "integras" (Fachverband Sozial- und Sonderpädagogik) 2012. Fremdplatzierung: ultima ratio. Was muten wir unseren Kindern zu?
1. April 2012
Artikel im "Beobachter" über den Pro-Juventute-Gründer Ulrich Wille junior, dessen Beziehung zu Hitler sowie zur Fremdplatzierung von jenischen Kindern durch die Stiftung Pro Juventute
24. Februar 2012
Die kanadische Kommission für Wahrheit und Versöhnung publiziert einen historischen Bericht zu den resident schools. In diesen Heimen wurden die gewaltsam von ihren Eltern getrennten Kinder der kanadischen Ureinwohner sowie der "métis" ("Halbblut") in einem Klima von Rassismus, Demütigung, Misshandlung und sexuellem Missbrauch zur angeblich höheren "Zivilisation" der Weissen umerzogen.
Bericht "They came for the children" (englisch, mit vielen Bildern)
2. November 2011
Michael Genner, Autor und Menschenrechts-Aktivist, äussert sich rückblickend zu seinen Aktionen betreffend Heime und zu anderem
11. Oktober 2011
Artikel im "Beobachter" über eine Frau aus St. Gallen, als Pflegekind aufgewachsen, die 1972 mit 19 Jahren zwangssterilisiert wurde
7. Oktober 2010

Bundesgericht Lausanne: Abweisung der Klage eines ehemaligen Heimkindes, das misshandelt wurde, wegen Verjährung (7.10.2010). Der Betroffene zog das Verfahren an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strasbourg weiter.
15. April 2010
Informationen und Bilder  zur Demonstration ehemaliger Heimkinder in Berlin vom 15. April 2010
Januar 2010
Hinweise des Jugendamtes des Kantons Bern zu den Pflegekosten pro Kind in Kleinheimen
18. Januar 2010

Artikel in
der "Schweizer Familie" über die Lebensgeschichte des ehemaligen Verding- und Heimkinds Walter Bläuenstein
1. Januar 2010
Das Gesetz über die Einrichtung der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter wird in Kraft gesetzt.
Website dieser Kommission, welche auch den Betrieb von Institutionen zu überwachen hat, in welche Kinder, Jugendliche und jugendliche Erwachsene eingesperrt werden.
23. September 2009

Programmhinweise und Publikumskommentare zur Ausstrahlung eines Dokumentarfilms über die Erziehungsanstalt Rathausen bei Luzern auf SF DRS 1
6. Juni 2009
Leserbrief an die Neue Zürcher Zeitung von Thomas Huonker betreffend ausstehende Aufarbeitung, Entschuldigung und Entschädigung in der Schweiz: Wird die Schweiz von Irland lernen? NZZ, 6. Juni 2009
2009
Jubiläumsschrift zur Geschichte des Kinderheims, jetzt Wohnheims, Steig, Appenzell
Stellungnahme des deutschen Ethikrats zur Frage der anonymen Geburt (Babyklappe u.ä.)
9. August 2007

Durch behördliche Täuschung von seiner Familie getrenntes ehemaliges Pflegekind aus der Gruppe der Aborigines erhält vom Supreme Court  525'000 australische Dollar Entschädigung zugesprochen
Artikel auf BBC News, London, 9. August 2007, als PDF (E)
2007
Bericht des schweizerischen Bundesrats (in Beantwortung eines parlamentarischen Vorstosses von Nationalrätin Jacqueline Fehr (SP) über Gewalt und Vernachlässigung in der Familie und notwendige Massnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und der staatlichen Sanktionen, Bern 2007
2006

"Sie rissen mir mein Kind aus den Armen". Artikel von Christoph Schilling im Beobachter, Zürich, vom 12. April 2006, über Zwangsadoptionen in der Schweiz
Publikation von Prof. Nadja Capus zur Unverjährbahrkeit und Unverfolgtheit der Tatbestände gemäss Genozidkonvention im Zusammenhang mit den systematischen Kindswegnahmen an Schweizer Jenischen 1926-1973, Bern 2006
Jubiläumsschrift 150 Jahre Erziehungsanstalt Stiftung Olsberg
Guido Biberstein, langjähriger Direktor Caritas Zürich, ist in der Solothurner Zwangsarbeitsanstalt aufgewachsen. NZZ-Artikel, 5. Januar 2006
2005

Enfance sacrifièe. Témoignages d'enfants placés 1930-1970, Lausanne 2005. Protokolle der Aussagen ehemaliger Heim- und Verdingkinder (F)
Samantha Besson: Das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung. Wege und Auswirkungen der Konkretisierung eines Grundrechts. Artikel in Revue de droit suisse, 2005, vol. 1, p. 39-71
2004

Artikel im Bieler Tagblatt vom 4. Mai 2004 zu einer Ausstellung über Hans Beutler, der 1943 als Leiter eines Kinderheims in Frankreich jüdische Kinder vor den Nazis versteckte
1. Dezember 2003
Hans Notter: Das Armenhaus von Teufenthal. Monatsbeitrag der Historischen Vereinigung Wynental
4. März 2003

Laut einer amtlichen Untersuchung kam es im Knabenerziehungsheim Grube bei Bern regelmässig zu körperlicher Züchtigung der Zöglinge sowie zu einem Fall sexuellen Missbrauchs.(Das Heim wurde einige Jahre später, 2011, geschlossen. Das Gebäude wurde an eine buddhistische spirituelle Lebensgemeinschaft verkauft.)
Medienmitteilung des Regierungsrats vom 4. März 2003 als PDF
4. März 2002
Bundesgerichtsentscheid zum Recht volljähriger Adoptierter auf Kenntnis der Personalien ihrer leiblichen Eltern
Februar 2002
Konzept des Kantons Glarus betreffend Fremdplatzierung
2001
Tamara Myers / Joan Sangster: Retorts, Runaways and Riots: Patterns of Resistance in Canadian Reform Schools for Girls, 1930-1960, in: Journal of Social History, Oxford, Vol.34, Nr.3, Spring 2001, p.669-697
2000

Jahresbericht 2000 des bis dahin Knabenheim Grube, vorher Armenerziehungsanstalt auf der Grube, nunmehr Schulheim Ried genannten Institution bei Bern, gegründet 1825 (Das Heim wurde einige Jahre später, 2011, geschlossen. Das Gebäude wurde an eine buddhistische spirituelle Lebensgemeinschaft verkauft.)
1999-2004
In dieser Phase hat das Schweizer Parlament gegen die fällige Aufarbeitung der Geschichte fürsorgerischer Zwangsmassnahmen in der Schweiz unter Führung der bürgerlichen Parteien, insbesondere der SVP, eine blamable Blockadepolitik betrieben. So wurde die 1999 ausgearbeitete parlamentarische Inititative der Basler Juristin und Nationalrätin Margrith von Felten (SP, später BASTA) zur Entschädigung der Opfer von Zwangssterilisationen 2004 in ihr Gegenteil verkehrt: Es gab keine Entschädigung, hingegen wurde Zwangssterilisation unter gewissen Einschränkungen legalisiert.
Wortlaut der Parlamentarischen Initiative zur Entschädigung von Opfern von Zwangssterilisationen, die Margrith von Felten am 5. Oktober 1999 einreichte.
Rede von Nationalrätin Barbara Marty Kälin im Nationalrat vom 10. März 2004
Debatte des Ständerats vom 7. Juni 2004: Ablehnung einer Entschädigung, aber Legalisierung der Zwangssterilisation
Dies mit der ausdrücklichen Begründung, dass ansonsten ein Präzedenzfall für weitere Entschädigungsleistungen an ehemalige Heim- und Verdingkinder oder administrativ Internierte vorliegen würde, wie der damalige Justizminister Christoph Blocher (SVP) in der Nationalratsdebatte vom 15. Dezember 2004 ausführte.
Debatte und definitive Beschlussfassung des Nationalrats vom 15. Dezember 2004.
(Nationalrätin Margrith von Felten hatte schon am 19. März 1999 auch eine Interpellation zu den Hunderttausenden von Zwangssterilisationen vorwiegend an indigenen Frauen in Peru eingereicht.)
Die Motion von Nationalrat Jean-Charles Simon (CVP) betreffend Aufarbeitung der Geschichte der Waisen-, Heim- und Verdingkinder, 1999 eingereicht, wurde in ein Postulat umgewandelt und blieb ergebnislos, auch nach einer Anfrage von Nationalrat Didier Berberat (SP) 2003, obwohl ein Expertenbericht von 2004 die Machbarkeit und Dringlichkeit der Aufarbeitung belegte.
Die Dokumente dazu als PDF
1999-2002
Bestrafung eines ehemaligen Heimleiters (Kinderheim Bild in Mogelsberg) und eine halbe Million "Wiedergutmachung" für die  Betroffenen
Erste Medienmitteilung der Kantonsbehörden
Zweite Medienmitteilung der Kantonsbehörden
Zwei Medienmeldungen
1995
Louisette Buchard-Molténi publizierte 1995 ihr Buch "La tour de Suiisse en cage", worin sie von den verschiedenen Heimen berichtet, in denen sie aufwuchs. Sie forderte seitdem bis zu ihrem Tod die historische und gesellschaftliche Aufarbeiung der Geschichte der Fremdplatzierung in der Schweiz. Dieser Auszug aus ihrem Buch schildert ihr Erleben des Istituto von Mentlen, eines Kinderheims in Bellinzona TI (F)
Das Bundesgerichtsurteil vom 19. September 1995 bekräftigt den ab 1981 gesetzten Standard, erweist aber auch dessen Missachtung durch ein kantonales Verwaltungsgericht: Die Einweisung in ein Kinderheim mit Freiheitsbeschränkungen ist eine fürsorgerische Zwangsmassnahme und muss somit mittels Beschwerde anfechtbar sein und einer gerichtlichen Beurteilung unterliegen.
1992
Nach längerer Verzögerung wird ein Forschungsprojekt veröffentlicht, welches im schweizerischen Massnahmenvollzug für jugendliche Straftäter Mortalitätsraten von 9 bis 41 Prozent dokumentiert.
Auszug aus Forsbase
1990
Artikel von Alex Schwank in "Puls - Drucksache aus der Behindertenbewegung", Nr. 32 /1990: Von Rechthabern und Skalpellen. Gewalt an geistig Behinderten: Eugenische Zwangssterilisationen in der Schweiz.
Reader aus dem Jahr 1990 über das Umdenken in der schweizerischen Heimerziehung in den Jahren  nach der Heimkampagne von 1970-1972 (siehe dort)
3. Juni 1986
Die Entschuldigung von Bundespräsident Dr. Alphons Egli für das den schweizerischen Jenischen durch systematische Kindswegnahmen angetane Unrecht, ausgesprochen am 3. Juni 1986 im Nationalratsaal, Bern, im Wortlaut
1986
Drei Lebensläufe von Schweizer Jenischen, die von der Verfolgung durch die Stiftung Pro Juventute und Behörden schwer betroffen wurden und ihre Jugend als Verdingkinder, in Kinderheimen und Anstalten, z.B. der Strafanstalt Bellechasse FR, verbrachten. Die Berichte stammen aus dem Jahr 1986, als sich Bundespräsident Alfons Egli für dieses der jenischen Volksgruppe angetane Unrecht entschuldigte.
Das Schicksal eines Pro-Juventute-Kindes in der Innerschweiz
Ich ging durch die Hölle
Handschriftlicher Lebenslauf eines 1922 geborenen Mündels von Dr. Siegfried, Pro Juventute
Organisation DEI (Défense des Enfants - International)
Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Organisation DEI (Défense des Enfants-International) in Genf, Tribune Internationale des Droits de l'Enfant, widmete die Nr. 3 des Jahrgangs 1986 den fremdplatzierten Kindern (F)
Bundesgerichtsentscheid vom 5. Februar 1985 zum Akteneinsichtsrecht Bevormundeter in ihre Vormundschaftsakten
10./11. August 1985
Artikel von Stefan Hartmann in der Wochenendbeilage der Neuen Zürcher Zeitung zur Arbeitsanstalt Uitikon bei Zürich
1984
Jugendkriminalität: Mit Beton gegen die Krise? Kinderknast für Notfälle. Durchgangsheim Platanenhof. Titelgeschichte schweizerischer Beobachter, Zürich, Nr.6, 31. März 1985 über Hochsicherheitsabteilungen im Erziehungsheimen
1983

Frick, Bruno: Zur Bedeutung einer Heimerziehung aus der Sicht ehemaliger Heimkinder. Eine explorative Studie. Lizentiatsarbeit Universität Zürich, 1983

1982
Heinrich Wiesner: Erinnerungen an ein Zuchthaus. Heimerziehung 1945 und 1982 - ein wirklicher Fortschritt? Artikel in der Weltwoche, Zürich, Nr.16, 21. Aprll 1982
17. September 1976
Historischer Rückblick auf die Geschichte der Mädchenerziehungsanstalt Sonnegg, Belp bei Bern, gegründet am 15. November 1932
1974

Sehr spät und in einigen Bereichen vorerst durch Vorbehalte eingeschränkt erfolgte die Unterzeichnung (3. Oktober 1974) und Ratifizierung (28. November 1974) der Europäischen Menschenrechtskonvention EMRK von 1950 durch die Schweiz. Die in der Folge notwendigen eidgenössischen und kantonalen Gesetzesänderungen im Bereich der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen (Anstaltseinweisung etc.) wurden erst in den Folgejahren, bis 1981, teilweise noch später, vorgenommen.
Aber erst 1998 zog die Schweiz ihre Vorbehalte zurück,siehe
Pressemitteilung des Bundesrats vom 15. Juni 1998
Ein Lebenslauf 1893-1974
Vom Heimkind zur lebenslänglichen Gratisarbeitskraft in einer psychiatrischen Klinik. 
Eine Fallgeschichte aus Zürich (Ergänzter Buchauszug)
21. Dezember 1973
Der Bundesgerichtsentscheid vom 21. Dezember 1972 bestätigte die Verurteilung eines Aktivisten der Heimkampagne zu 7 Tagen Gefängnis bedingt durch das Zürcher Obergericht und wies die Nichtigkeitsbeschwerde des Verurteilten ab.
2. Juli 1973
Dieser Bundesgerichtsentscheid vom 2. Juni 1973 gab der Jugendanwaltschaft Luzern recht, einen in Heimen aufgewachsenen 18-Jährigen entgegen der Empfehlung von Vormund und psychiatrischem Gutachter nicht in einer Familie zu platzieren, sondern als "unverbesserlich" in eine Strafanstalt einzuweisen.
1972-1973
Diese 1972 und 1973 im schweizerischen Beobachter publizierte Artikelserie von Hans Caprez  führte zur Auflösung des "Hilfswerks für die Kinder der Landstrasse" der Stiftung Pro Juventute, das mit der systematischen Wegnahme von rund 600 jenischen Kindern aus ihren Familien diese Minderheit seit 1926 verfolgte.
1972
Artikel im "Beobachter" über eine Frau aus St. Gallen, als Pflegekind aufgewachsen, die 1972 mit 19 Jahren zwangssterilisiert wurde
1970-1972
Dokumente zur Schweizer Heimkampagne 1970-1972
Hydra Manifest. Grundsatzerklärung der Gruppe Hydra Basel (später Longo Mai) zu Entfremdung, Ausbeutung und Organisation von Jugendlichen, insbesondere Lehrlingen und Heimzöglingen (1972)
Arbeitsdokumente der Zürcher Heimkampagne, Band 1 (1972)

Arbeitsdokumente der Zürcher Heimkampagne, Band 2, Teil 1 (1972)

Arbeitsdokumente der Zürcher Heimkampagne, Band 2, Teil 2 (1972)

Dokumentation der Zürcher Heimkampagne zur Krise der Heimerziehung (1971, mit dem Text von Hansueli Geiger "Der Zögling - oder der Verbannte")

Kommunen als Alternative zur Heimerziehung (Referat von Rolf Thut, Rüschlikon 1970)

Artikel (Basler Nachrichten) vom 7. Dezember 1970 zur Tagung "Erziehungsanstalten unter Beschuss" in Rüschlikon ZH
1971
Im Hamburger Magazin "Der Spiegel", Nr. 32/1971, erscheint ein umfangreicher Report über die Schweiz. Er erwähnt auch die Zustände im Mädchenerziehungsheim Lärchenheim Lutzenberg AR und den Selbstmord eines 17jährigen Zöglings in der Erziehungsanstalt Tessenberg BE
1970

Windenkinder klagen an. Artikel aus der Illustrierten Sie+Er, 16. April 1970, zur Lage von Kindern und Jugendlichen in damaligen Heimen und Erziehungsanstalten

1969

Rudolf Hans Gut: Die Erziehungsanstalt Aarburg, mit Berücksichtigung des Aargauischen Jugendstrafrechts 1893-1965, Diss. iur. Universität Zürich

1964

Menschen hinter Mauern. In dieser von Alfred A. Häsler zusammengestellten Broschüre kommen Politiker, Anstaltsleiter, Anstaltspersonal, aber auch Anstaltsinsassen zu Wort.

Selbstmord nach Androhung von Administrativhaft

Bundesgerichtsentscheid vom 9. Dezember 1964. Darin bekräftigt diese Oberinstanz den angefochtenen Beschluss, einer Witwe die erzieherische Gewalt für ihren Sohn zu entziehen und diesen in ein Heim einzuweisen. Die Mutter weilte in Psychiatriepflege, nachdem ihr Mann, Emil Brugger, sich umgebracht hatte, weil ihm die administrative Versorgung angedroht worden war. Dies nachdem der Russlandrückkehrer dort langjährige Lagerhaft erlitten und darüber ein Buch geschrieben hatte.

1962

Artikel von E. Revesz über Schwangerschaft und Tod einer Frau nach dem Versuch einer Röntgenkastration in Bern 1958 unter Schilderung der Missbildungen der herausoperierten Embryonen; Mitteilungen der naturforschenden Gesellschaft Bern Nr. 20/1962

Juni 1961

Am 3. Weltkongress für Psychopharmakalogie vom 4.-10. Juni 1961 in Montreal, Kanada, berichtete Roland Kuhn, Psychiater an der Klinik Münsterlingen TG, über seine Versuche mit Testpillen der Ciba AG an PatientINNen.

22./23. November 1958

Der Psychiater Robert Kuhn, Klinik Münsterlingen TG, referierte an der Jahrestagung der Schweizer Psychiater zu Experimenten und Erfahrungen mit Psychopharmaka, Elektroschocks etc.

Referat und Diskussion im Schweizerischen Archiv für Neurologie und Psychiatrie, Jahrgang 1958

Solche Experimente widerfuhren auch einem Heimkind aus dem Klosterheim Fischingen, das in Münsterlingen um 1970 psychiatrisiert wurde und ebenfalls experimentelle Psychopharmaka verschrieben erhielt (Zeitungsartikel vom 20. November 2012)

Die Experimente an Klinikinsassen - darunter Heimkinder - in der psychiatrischen Klinik MünsterlingenTG im Dienst der Basler Chemie waren zahlreicher als angenommen. (Zeitungsartikel vom 18. Januar 2013)

1957

Auszüge aus der Jubiliäumsschrift "Kapuzinerkloster Schüpfheim 1655-1955, Schüpfheim 1957, mit Hinweisen auch zur Geschichte der dortigen "Besserungsanstalt" (später "Bürgerheim") und zum dortigen Kinderheim, auch Kinderasyl und Waisenhaus genannt, ergänzt und aktualisiert. Zum Kinderasyl Schüpfheim siehe auch das Interview mit Max Emmenegger in der Rubrik "Videos".

1956

Gotthard Haslimeier: Aus dem Leben eines Verdingbuben. Affoltern am Albis, 4. Auflage 1956

12. Oktober 1956

Bundesgerichtsentscheid vom 12. Oktober 1956 zum Verfahren gegen einen Aargauer Bauern, der zwei Verdingmädchen und ein Ferienkind sexuell missbraucht hatte

September 1956

Bundesgerichtsentscheid vom 1. September 1956 gegen das Rekursrecht leiblicher Eltern betreffend Entzug der Elternrechte aufgrund einer vormundschaftlich ausgehandelten Zwangsadoption

21. Januar 1955

Der Bundesgerichtsentscheid vom 21. Januar 1955 zur weiteren Verwahrung eines in Heimen und Anstalten aufgewachsenen Berners operiert kritiklos mit diffamierenden Begriffen

29. Oktober 1954

Urteil gegen einen administrativ Versorgen wegen Diebstahls im Wert von 15 Franken

2.September 1954

Ein Bundesgerichtsentscheid vom 2. September 1954 bestätigt die Einweisung eines 16jährigen in eine Erziehungsanstalt, weil er ein Velo stahl

12. März 1954

Bundesgerichtsentscheid vom 12. März 1954 zu einem Verfahren gegen einen Berner Dienstherrn, der ein 15jähriges Verdingmädchen sexuell missbraucht hatte

1952

Berner Fallgeschichte eines ehemaligen Heimkinds, das 1952 mit 28 Jahren starb, nachdem es einer Zwangsabtreibung und einer Zwangssterilisation unterzogen worden war

1944

Liste der Schweizerischen Polizeiabteilung, Bern, aller Anstalten für Strafen und Massnahmen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene)

20. September 1944

Folgeartikel von Peter Surava zur Kritik an den Zuständen in der Erziehungsanstalt für katholische Knaben der Schweizerischen Gemeinützigen Gesellschaft (SGG) in Kriens LU unter dem Anstaltsleiter Josef Brunner

30. August 1944

Artikel von Peter Surava in "Die Nation" vom 30. August 1944: Ein gewisser Josef Brunner. Unhaltbare Zustände in einer Erziehungsanstalt für Knaben,  mit Fotos von Paul Senn, über die Knabenerziehungsanstalt Sonnenberg, Kriens LU, der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG); der Anstaltseiter wurde kurz darauf entlassen.

1943

Röbi der Verdingbub. Reportage von Emmy Moor, Nation, 18. November 1943, mit einer Foto von Paul Senn

Dr. Heinrich Meng im Fachblatt für Schweiz. Anstaltswesen Nr.5 / Mai 1943 über Ernährung

Anstaltsleiter H. Nyffeler und Anstaltspfarrer E. Joss über Anstaltsleitung und Anstaltsbehörden, im Fachblatt für Schweiz Anstaltswesen Nr.6 und 7 / Juni und Juli 1943

Fritz Gerber, Direktor Arbeitserziehungsanstalt Uitikon ZH: Aufsichtsbehörde und Anstaltsleitung (sowie weitere, kleinere Artikel im Fachblatt für Schweiz. Anstaltswesen Nr.8 / August 1943)

Offizielle Texte zur 100-Jahr-Jubiläumsfeier des Erziehungsheims Pestalozzistiftung Schlieren ZH im Mai 1943. Siehe dazu auch den autobiografischen Bericht des ehemaligen Heimkinds und späteren Schriftstellers Franz Rueb, der diese Zeit als Zögling dieser Institution erlebte.

Hans Anliker, Vorsteher Knabenerziehungsanstalt Oberbipp, Direktor Zwangserziehungsanstalt Trachselwald, Gründungsdirektor Erziehungsanstalt Tessenberg ab 1917, zum 70. Geburtstag am 18. Juli 1943

Mitteilung von Stiftungsrat und Betriebsleitung zur Entlassung des Hausvaters des Knabenerziehungsheims Brüttisellen ZH vom 12. Juni 1943

Paul Moor:Gebrechen und Leistung, in: Fachblatt für Schweizer Anstaltswesen, Oktober 1943

Meldungen der Fachpresse im Oktober 1943 zu einzelnen Heimen und Anstalten wie Sonnenberg Kriens LU oder Beobachtungsheim Wangen an der Aare SO

Meldungen der Fachpresse zu einzelnen Institutionen der Fremdplatzierung in der Schweiz, November 1943

Reflexionen zum Sinn fürsorgerischer Arbeit im Fachblatt für Schweizer Anstaltswesen, Dezember 1943

1942

Josef Spieler (Hg.:) Jugendrechtspflege und Anstaltsführung. Folgerungen aus dem schweizerischen Jugendstrafrecht für die Heime und Anstalten, Luzern 1942

Josef Spieler, Professor für Heilpädogogik in Fribourg und Institutsleiter in Luzern, wurde 1945 als Mitglied der NSDAP aus der Schweiz ausgewiesen. Auch in dieser Publikation ist seine Progaganda für "Eugenik" und "Rassenhygiene" ersichtlich, die er mit zahlreichen damaligen und späteren Schweizer Experten des juristisch-medizinisch-pädagogischen Netzwerks teilte

1941

Postkarte der Leiterin des Kinderheims Morgenlicht, Trogen AI

10. Oktober 1940

Amtliches Protokoll einer Familienauflösung in Zürich
21. Mai 1938
Aus dem öffentlichen Protokoll des Stadtrats Zürich: Zwangsweise Röntgenkastration einer Frau in der Schweizerischen Anstalt für Epileptische, deren damaliger Direktor Friedrich Braun (1992-1954) ein Anhänger von "Rassenhygiene" respektive "Eugenik" war
1937
Habilitationsschrift des Kinderpsychiaters Jakob Lutz, psychiatrische Universitätsklinik Zürich (Burghölzli): Über die Schizophrenie im Kindesalter, Zürich 1937
1936

Josef Brunner, Direktor Knabenerziehungsanstalt Sonnenberg, Kriens, der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft: Vom Verkehr der Anstalt mit den Angehörigen der Zöglinge.

Dora Wehrli, Kinderheim Felsengrund, Stein SG, über Weihnachten im Kinderheim, 1936

1935

Vier Artikel aus dem Fachblatt für Schweizerisches Anstaltswesen, Nr.6 / 1935, zu Heilpädagogik, Anstaltsdienst und Rettungsdienst (letzterer Artikel von A. Joss ist ein Bericht über den Brand des Kinderheims Bühl, Wädenswil ZH, am 10. November 1932)

1934/35

Artikel von J. Brack, Masans bei Chur GR, zu Leiden und Freuden im Anstaltsdienst, 1934/35

1934

W. Ryser, Prêles-Tessenberg, 1934: Psychologisches zur Anstaltsführung
Jahrestagung der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft am 2. Oktober 1934 in Liestal zum Thema "Das Problem der Verhütung erbkranken Nachwuchses unter besonderer Berücksichtigung der Sterilisationsfrage"
1933

Bericht über die Erziehungsanstalt Regensberg ZH 1883 - 1933

Waisenvater Emil Gossauer, Zürich: Eroffnungsrede der Tagung des Schweizerischen Vereins  für Heimerziehung und Anstaltsleitung (SVERHA) am 16. Mai 1933 in Aarau

Nyffenegger, Vorsteher Sunneschyn, Steffisburg, 1933: "Die Fürsorge für unsere Entlassenen"

1932

Schwester Feigenwinter, Katharinenheim Basel, und Fritz Gerber, Arbeitserziehungsanstalt Uitikon ZH, zur Ausbildung geeigneten Heim- und Anstaltspersonals, 1932

Berichte über die Knabenerziehungsanstalt Wiesen, Herisau und andere der appenzellischen gemeinnützigen Gesellschaft unterstellte Institutionen, 1932; im ersten Artikel thematisiert Heimleiter H. Widmer die Kritik an der Anstalt, die Arbeitsleistung der Zöglinge und deren Bezug zu den Betriebskosten sowie zur Schulbildung der Zöglinge.

1931

Statuten und Mitgliederverzeichnis des Schweizerischen Armenerziehervereins 1931

Waisenvater Hans Tschudi zu Löhnen und Arbeitsverhältnissen von Heimleitenden und anderem Heimpersonal 1931

1930

Waisenvater Emil Gossauer zum Erscheinen und zur Umschlaggestaltung der ersten Nummer des Fachblatts für Heimerziehung und Heimleitung 1930

Referat von Privatdozent Heinrich Hanselmann, Direktor des Landerziehungsheims Albisbrunn ZH, über die Ausbildung des Anstaltsleiters im Fachblatt für Heimerziehung und Heimleitung, Nr.1, Zürich 1930

1918

Zu einer medizinischen Dissertation über den Tod eines Verdingkinds
27.11.1915
Ulrich Wille junior, später ein Förderer und Freund Adolf Hitlers, bekennt sich in seiner Rede an der Mitarbeiterkonferenz der Pro Juventute vom 27. November 1915 zum Führerprinzip.
1913
Artikel von Dr. Heinrich Hanselmann, damals pädagogischer Leiter der Arbeitslehrkolonie und Beobachtungsanstalt Steinmühle, später Pro-Juventute-Zentralsekretär, schliesslich Professor für Heilpädagogik an der Universität Zürich: Zur Reform der Fürsorge-Erziehungsanstalt. In: Schweizerische Pädagogische Zeitschrift, Jahrgang 23, 1913, Heft 6, S.297-317
Prospekt des Schülerheims Oetwil am See, Kanton Zürich, 1913
1905

Biographie des Gründers der Kinderheime St.Iddaheim Lütisburg (SG) und St.Iddazell Fischingen (TG), Monsignore Jakob Bonifaz Klaus, päpstlicher Geheimkämmerer (1823-1892), verfasst von Johannes Oesch, St. Gallen, 1905

1884

Zeitgenössische Darstellung wohltätiger Vereine und Anstalten im Kanton Aargau
1879

Zeitgenössische Darstellung des Armen- und Sondersiechenhauses und des Waisenhausbaus sowie der Anstalten zur Steig und Friedeck in Schaffhausen

1878

Zeitgenössische Darstellung des Waisenhauses Lausanne, der dortigen Vorkehren gegen Bettelnde sowie weiterer dortiger Institutionen des Armenwesens

1877

Zeitgenössische Darstellung des Spitals, des Waisenhauses, des evangelischen Kinderheims Foral, der Hosangschen Stiftung, des Armenhauses und anderer Institutionen in Chur

Xaver Fischer: Die Gründung der Rettungsanstalt für verwahrloste Mädchen der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) und Errichtung von Vereinen für Versorgung der aus der Anstalt entlassenen Mädchen, Zürich 1877

1876

Zeitgenössische Darstellung von Spital, Waisenhaus, Weiberhaus, Sentianstalt und anderen Institutionen des Armenwesens in Luzern

1875

Zeitgenössische Darstellung der Taubstummenanstalt, der Anstalt Klosterfiechten sowie anderer Basler Anstalten

1873

Zeitgenössische Darstellung des bürgerlichen Waisenhauses Basel sowie dortiger Armenerziehungsanstalten

1.i.1872

St.Galler Gesetz zur Versorgung arbeitsscheuer und liederlicher Personen in Zwangsarbeitsanstalten tritt in Kraft

Zeitgenössische Darstellung des Waisenhauses Neuenburg und weiterer dortiger Institutionen

1871 

Missbrauchsskandal im Knabenerziehungsheim Bächtelen BE. Rechtfertigungsbericht der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft 1871. (Der Anstaltsleiter Kuratli hatte seine Zöglinge sexuell missbraucht und war zu Zwangsarbeit in einer Korrektionsanstalt verurteilt worden, floh aber in die USA)

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) zur Versorgung verwahrloster armer Kinder in Zürich

Zeitgenössische Darstellung der Armenanstalten, des Waisenhauses sowie der "Kinderrettungsanstalt" St.Gallen und anderer dortiger Institutionen

1870

P. Tschudi, Direktor Pestalozzistiftung Schlieren, über die richtige Ernährung der Zöglinge von Armenerziehungsanstalten. Schweizerische Zeitschrift für Gemeinnützigkeit, Jahrgang 1870

Zeitgenössische Darstellung der Mädchenerziehungsanstalten Steingruebli und Magdalenenheim sowie anderer Berner Institutionen

Beschreibung einer Amtsversammlung aller Armeninspektoren und sonstigen Zuständigen des Berner Armenwesens durch Pfarrer E. Hirsbrunner in der Schweizerischen Zeitschrift für Gemeinnützigkeit 1870

1869

Zeitgenössische Darstellung der Privatarmenerziehungsanstalt Grube bei Bern

1867

Augustin Keller über die Entwicklung der Armenpflege im kanton Aargau, 1867

Gesetz zur Erweiterung der Rettungsanstalten für bösgeartete Kinder, Kanton Bern, 1867

1866/67

Jahresberichte der aargauischen Armenerziehungsvereine und der Anstalt Casteln AG in der Zeitschrift der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG)

Jahresberichte 1866/67 der Knabenanstalten Bächtelen BE und Sonnenberg LU der SSG

1866
Bericht zum 40jährigen Bestehen der Armenerziehungsanstalt Grube bei Bern

Jahresbericht 1865/66 der "Rettungsanstalt für Knaben" der SGG Bächtelen BE

Reglemente der Notarmenanstalten Bärau und Hindelbank im Kanton Bern vom 12. März

1865

Zeitgenössische Darstellung der "Rettungsanstalt für Knaben" der SGG  Bächtelen BE

1864

Zeitgenössische Darstellung der "Kinderrettungsanstalt" Freienstein ZH

1863

Zeitgenössische Darstellung der "Kinderrettungsanstalt" Friedheim ZH

Franz Seraph Hügel: Die Findelhäuser und das Findelwesen Europa's, ihre Geschichte, Gesetzgebung, Verwaltung, Statistik und Reform. Wien 1863. Das gründliche Buch beginnt bei der Geschichte der Kindsaussetzung und des Kindsmords bei den alten Griechen und Römern, hat seinen Schwerpunkt in der Schilderung der Findelhäuser, behandelt aber auch andere Formen der Fremdplatzierung

1860

Fjodor Dostojewski über Körperstrafen

An ihrer Jahresversammlung 1860 in Glarus diskutierten die in diesem Dokument einzeln namentlich aufgeführten damaligen Mitglieder der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) einmal mehr über Armenpflege und Armenerziehung

Aufruf der Pfarrer Zschokke und Karrer im Volkschulblatt (Jahrgang 7, Heft3) zur Einrichtung eines Vereins für verwahrloste Kinder im Bezirk Aargau

1859

Referat des Solothurner Seminardirektors J. Fiala über Waisenhäuser an der Versammlung der SGG in Solothurn 1859

1858

Verhandlungen der SGG in Schwyz 1858; Vorträge und Diskussionen über Armenhäuser

1857/58

Armengesetz des Kantons Bern vom 1. Juli 1857

Verordnung zur Ausführung des Armengesetzes des Kantons Bern vom 1. September 1857

Armenpolizeigesetz des Kantons Bern vom 14. April 1858

Verordnung zur Ausführung des Armenpolizeigesetzes des Kantons Bern vom 11. August 1858

Gesetze zum behördlichen Einspruch gegen Ehen armer Leute sowie zu Heiratsgebühren des Kantons Bern vom 17. Juli 1858

Kreisschreiben des Berner Regierungsrats zu Bussen in Fornikationsfällen sowie zur Zuständigkeit für uneheliche Mütter und Kinder vom 24. September 1858

Instruktion des Berner Armendirektors Regierungsrat Schenk an die Armeninspektoren vom 24. Oktober 1858

Kreisschreiben des Kantons Bern vom 8. Dezember 1858 an die Staatsanwaltschaften (Regierungsstatthalterämter) zur strafrechtlichen Verfolgung schwererer behördlicher Misshandlungen als Offizialdelikte

1856

Artikel im Volksschulblatt, jahrgang 3, Heft 24: Was kann der Lehrer zum Besten verwahrloster Kinder thun?

1854

Plan der appenzellischen gemeinnützigen Gesellschaft zur Errichtung einer Zwangsarbeitsanstalt, in: Appenzellische Jahrbücher, erster Jahrgang 1854, Heft zwei

Johannes Hirzel: Über die verschiedenen Systeme der Armenpflege. Bauma ZH, 1854

1851

Jahresbericht und Mitgliederverzeichnis der Armenpflege der Stadt Zürich 1851
1850
Zeitgenössischer Bericht über Kostkinder aus Hamburg in Hannover und die Hamburger "Armenmutter" Charlotte Paulsen
1843

Gräfin Ida Hahn 1843 über das Kinderheim auf dem Abendberg bei Interlaken von Dr. Johann Jakob Guggenbühl

1842

Bericht der Kantonal-Armenpflege über den Zustand des Armenwesens im Kanton Zürich während des Jahres 1840, Zürich 1842

1840

Die schweizerische gemeinnützige Gesellschaft zu Einrichtung, Finanzen und Reglement der Knabenanstalt Bächtelen BE

Reden bei der Einweihung der "Rettungsanstalt" St. Gallen

Artikel im Leipziger Pfennig-Magazin über Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) und seine Erziehungsanstalten

1831

J.B. Ristelhueber: Wegweiser zur Literatur der Waisenpflege, des Volks-Erziehungswesens, der Armenfürsorge, des Bettlerwesens und der Gefängniskunde, Köln 1831

1830

Darstellung des ländlichen Berner Armenwesens in der Roggwyler Chronik des Arztes Johannes Glur, Zofingen 1835. Darin wird die Verdingung der armen Waisenkinder an einer Mindersteigerung erwähnt, die alljährlich an Sylvester stattfand.

25. März 1830

Die Zeitung Der Schweizerbote berichtet über Probleme der Erziehungsanstalten Linthkolonie und Beuggen

1829

Auszüge aus Stefano Franscinis Statistik der Schweiz, Band 1, Ausgabe Aarau 1829, über Findel- und Waisenkinder, Armutspolitik und Heimatlose

1828 / 1829

Zweiter Bericht über die Armenerziehungsanstalt Oberbottigen, Bümpliz bei Bern, von 1828 bis 1829, Bern 1830

1825

Neue Verhandlungen der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) über Erziehungswesen, Gewerbfleiss und Armenpflege. Zürich 1825

1820

Johann Heinrich Pestalozzi: Ein Wort über den gegenwärtigen Zustand meiner pädagogischen Bestrebungen und über die neue Organisation meiner Anstalt, Zürich 1820

Peter Scheitlin: Meine Armenreisen in den Kanton Glarus und die Umgebung der Stadt St.Gallen in den Jahren 1816 und 1817 nebst einer Darstellung, wie es den Armen des gesamten Vaterlandes 1817 erging, St. Gallen1820

1817

Emmanuel von Fellenberg über seine Armen-Erziehungsanstalt in Hofwyl bei Bern und allgemeine ethische Fragen

1814

Artikel und Dokumente zu Armut und Armutspolitik in diversen Regionen der Schweiz im ersten Jahrgang der Zeitschrift "Der gemeinnützige Schweizer" der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG)

1811

Johann Heinrich Pestalozzis Rechtfertigungsschrift gegen die Kritik an seinem Erziehungsinstitut in Yverdon NE (Iferten)

1804

Johann Kaspar Hirzel: Vierte Vorlesung vor der Zürcher Hülfsgesellschaft. Zürich 1804

1794

Auszüge aus Johann Georg Heinzmann: Beschreibung der Stadt und Republik Bern, 1794, betreffend Waisenhaus, Armenhaus, Zuchthaus, Narrenhaus, Schellenwerk, Schulen, Staatswesen, Kirchenorganisation im alten Bern

1788 / 89

Verordnung der Stadt Bern betreffend Schellenhaus und Arbeitshaus,mit Haus- und Kleiderordnungen sowie Aufzählungen der Pflichten des Personals