Kinderheime in der Schweiz Historische Aufarbeitung

unter Einbezug von Berichten ehemaliger Heimkinder, Zeitzeugen, Akten, Bildquellen und Literatur. Ein Projekt der Guido-Fluri-Stiftung. Projektleitung: Dr. Thomas Huonker

Videos zum Thema

Interview mit Annemarie Iten-Kälin, 10. Mai 2014

48 Minuten. Das Waisenhaus Einsiedeln wurde lange von Nonnen betrieben, in den letzten Jahren seiner Existenz jedoch von einem professionellen Heimerzieher geleitet. War das Regime der Nonnen von Gewalt und demütigenden Strafen gekennzeichnet, so beging der professionelle Heimleiter sexuelle Übergriffe. Schliesslich wurde die Institution aufgelöst, das Gebäude beherbergt heute das Gemeindezentrum Haus 2 Raben. Annemarie Iten-Kälin, die nach dem Heimaufenthalt aus eigener Kraft die Lehrerlaufbahn einschlagen konnte und die auch Buchautorin ist, schildert im Interview das Aufwachsen im Heim, die Strafen, die Überbgriffe, aber auch positive Figuren in ihrer Jugend. Sie und ihre Geschwister gehörten zu den wenigen wirklichen Waisen im Waisenhaus; die meisten Kinder dort waren sogenannte Sozialwaisen, darunter solche, die aus jenischen Familien herausgerissen wurden.

 

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