Kinderheime in der Schweiz Historische Aufarbeitung

unter Einbezug von Berichten ehemaliger Heimkinder, Zeitzeugen, Akten, Bildquellen und Literatur. Ein Projekt der Guido-Fluri-Stiftung. Projektleitung: Dr. Thomas Huonker

Neu

Die dunkle Vergangenheit schweizerischer Erziehungsmethoden von Kinderheimen.
Positive Erfahrungsberichte über Kinderheime.
Kinderheime, die nicht in der Liste aufgeführt sind, bitte ganz am Ende eintragen.

Neu

Beitragvon Iris » Mo 9. Jul 2012, 16:54

Hallo Zusammen
auf umwegen bin ich in diesem Portgal gelandet und eigentlich sehr erstaunt, dass dieses nicht mehr genutzt wird!
Erstaunt bin ich auch das kein Heim von Basel hier aufgeührt ist obwohl es da auch einige gibt.
Oder gehören die Staatlichen nicht dazu?
Angefangen vom Weisenhaus Basel, in Riehen die Hoffnung und natürlich das Kinderheim zur guten Herberge das mit mehreren Häusern auch in Riehen steht, dort war ich von 1962-68.
("was für tolle Namen")
Ich habe etwa vor 2 Jahren bei der Vormundschaft Basel-Stadt die damals für mich und meine Geschwister zuständig war um meine Akten gebeten aber leider ohne Erfolg. Die Chefin von diesem Amt hatte leider keine Unterlagen mehr von meiner Zeit und von uns.
Wäre froh über diese Zeit mehr zu erfahren, was ist damals in den Behörden abgelaufen!
Vieleicht trifft man auch jemand aus der Vergagenheit in diesem Forum?
Mein Motto: Was mich nicht umbringt macht mich stark und wenn es manchmal nur für die Fassade reicht! Iris
Iris
 
Beiträge: 3
Registriert: So 8. Jul 2012, 10:04

Re: Neu

Beitragvon Thomas Huonker » So 22. Jul 2012, 18:26

Liebe Iris,
vielen Dank für den Eintrag. Ja, die Liste der Kinderheime ist längst nicht vollständig. Und ja, wir berücksichtigen auch die staatlichen Kinderheime. Wenn Sie sich für einen genaueren Austausch oder für ein Interview oder für die Mitgliedschaft im Verein Fremdplatziert
http://www.fremdplatziert.ch
interessieren, melden Sie sich doch bitte. Dieser Verein wurde im Aprll 2012 gegründet, um die Interessen der ehemaligen Heimkinder in Sachen offizielle Entschuldigung, Entschädigung, Bezahlung von Therapiekosten, historische Aufabeitung durch eine offizielle, staatlich finanzierte, aber wissenschaftlich unabhängige Kommission, Treffen Ehemaliger, gemeinsame Diskkussion der eigenen Situation usw. voran zu bringen.
Sie sind herzlich eingeladen! ( Das gilt für alle ehemaligen Heimkinder, Verdingkinder, Pflegekinder, Stiefkinder, Adoptivkinder etc., die sich angesprochen fühlen.)
Sie können auch meine mailadresse
thomas.huonker@sunrise.ch benutzen,
da die Adresse
info@kinderheime.ch
immer wieder Funktionsprobleme hat.
Ich kann Ihen ganz beipflichten bei ihrer Feststellung
"Was mich nicht umbringt, macht mich stark". Ich bewundere Menschen wie Sie (oder den Sponsor diese Projektes, Guido Fluri), die mit einer solchen Geschlchte das Leben meistern.
Wenn Sie Hilfe brauchen wegen der Akteneinsicht, können sie sich gerne an mich wenden, auch telefonisch
07 658 04 31. Es hat sich erwiesen, dass eine Telefonat oder ein Brief von mir (noch besser: von einem Anwalt - aber das ist teuer) die Abläufe stark beschleunigt haben. Wenn der Widerstand bleibt, können wir uns auch den die Zeitschrift "Beobachter" wenden. Die staatlichen Archive sind verpflichtet, die Akteneinsicht zu unterstützen, und Akteneinsicht bedeutet: Aushändigung von vollumfänglichen Kopien der Akten, unter allfälliger Einschwärzung der Personalien von Drittpersone, wie andere ehemalige Heimkinder. Die Personalien der Heimleiter, Vormunde, etc als öffenltiche Amtsträger dürfen aber nicht eingeschwärzt werden..
Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich nochmals melden.
Mit freundlichem Gruss
Thomas Huonker
Thomas Huonker
 
Beiträge: 11
Registriert: Di 7. Dez 2010, 10:22

Re: Neu

Beitragvon Ela1967 » Di 31. Dez 2013, 22:37

Hallo Iris
Auch ich bin per Zufall und beim Recherchieren meiner Vergangenheit auf diese Seite gestossen.
Ich hoffe sehr Sie habe in der Zwischenzeit Einsicht in Ihre Akten erhalten.Es lohnt sich hartnäckig zu bleiben.Ich wurde 25Jahre lang mit der immer gleichen Argumentation von der Vormundschaftsbehörde Zürich abgewimmelt;es gäbe keine Akten über mich.Ich konnte das einfach nicht glauben,nicht in einem Land in dem es vor nicht all zu langer Zeit einen Fichenskandal gab und über 100000sende unbescholtene Schweizer Bürger Polizeiakten geführt wurden.Im Mai dieses Jahres durfte ich dann im Stadtarchiv Zürich meine ca.600Seiten fassenden Akten einsehen.Darin auch fein säuberlich abgelegt meine sich alle Jahre wiederholenden Anfragen zur Akteneinsicht.Inkl.den Antworten,es gäbe da nichts.Unterschrieben von der damaligen Amtsvormundin Strobel,welche mich sicherlich bloss in Erfüllung ihrer amtlichen Pflicht a-n-l-o-g.Basel scheint diesbezüglich auch nicht kooperativer zu sein.Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Ela1967
 
Beiträge: 4
Registriert: Sa 28. Dez 2013, 21:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron