Paul Irniger

(*1913 - †1939) wurde im Kinderheim Walterswil in Baar untergebracht, der verurteilte Mörder wurde 1939 in Zug zivil hingerichtet.

«Irnigers kurzes Leben war unstet. Als er sechs Jahre alt war, starb sein Vater. Er wurde früh unter Vormundschaft gestellt, war Zögling im Kinderheim Walterswil in Baar. Mehrmals versuchte er ins Kloster zu ziehen, denn Klöster erschienen dem frommen Jüngling als Refugien vor einer feindlichen Aussenwelt. (…) Bei Brown-Boveri in Baden arbeitete er kurze Zeit für 53 Rappen Stundenlohn als Hilfsarbeiter. Eine Lehre als technischer Zeichner brach er nach ein paar Monaten wegen Streits mit einem Lehrer ab. Mit 17 Jahren war Irniger zum Dieb und Landstreicher geworden.»

(Auszug aus dem NZZ-Artikel)